Die Geschichte von Polen

In den nachfolgenden Zeilen finden Sie eine Kurzfassung der polnischen Geschichte auf die wesentlichen Kernaspekte gekürzt:

Politisch aktiv wurde das Land Polen zum ersten Mal im frühen 10. Jahrhundert, in der Geschichte wird auch immer das Jahr 1000 erwähnt. In diesen Jahren entstand das damals bestehende Herzogtum aus Posen und Gnesen. In den Jahren 960 bis 992 nach Christus eroberte Herzog Mieszko I. zahlreiche Landstreifen für Polen und regierte diese mit großer Umsicht. Sein Nachfolger, König Kasimir I., gab Polen die erste richtige Hauptstadt, Krakow (Krakau), zuvor war Gnesen die Hauptstadt des noch kleinen Landes.
Die eroberten Länder Schlesien und Pommern erkämpften sich im 12. Jahrhundert die Selbstständigkeit, so gingen diese Territorien für Polen verloren, zudem sorgten unzählige Überfälle ebenfalls zu Verkleinerungen des Landes Polen.

Die größte Ausdehnung und damit verbundene Macht, erreichte Polen im 16. Jahrhundert. Das Land nahm eine führende Stellung in Europa ein, hatte großen Einfluss und Kontrolle innerhalb von Europa und den politischen Vorgängen. Dies währte nicht lange an, zahlreiche Kriege und auch innere Unruhen schwächte das Land ungemein, es verschwand beinahe auf der Landkarte. In den Jahren 1772, 1793 und 1795 wurde es außerdem auch noch aufgeteilt zwischen Russland, Österreich (Habsburger Reich) und Preußen.
Erst durch den ersten Weltkrieg erhielt Polen den Titel der Republik zurück und eroberte sich so auch wieder ein Stück Souveränität.

Nach den sehr heftigen Kämpfen im Jahr 1919 zwischen Polen und den sowjetisch-russischen Truppen, wurde im Jahr 1921 ein Friedensvertrag geschlossen.

Allerdings dauerte die Freude über die neu gewonnene, selbstständige Republik nicht lange an – im Jahr 1939 wurde Polen von den Russen und den Deutschen überfallen – die Aufteilung des Staates war zwischen Russen und Deutschen schon eine lange beschlossene Tatsache, die im Rahmen des Hitler-Stalin-Paktes fest gehalten wurde. Das Zusatzprotokoll, welches die genaue Aufteilung von Polen beschrieb, war streng geheim und eine von den Diktatoren beschlossene Sache. Die Überfälle auf Polen waren der Anfang des zweiten Weltkrieges, es kam zu herben Verlusten für das Land.
Der Krieg war im Jahr 1945 vorüber, im Westen und Osten verschoben sich die Grenzen.

Im Land kam es nach dem zweiten Weltkrieg zu einer kommunistischen Diktatur, diese Regierungsform war von den Polen nicht gewollt, hierdurch entstanden innere Unruhen und das Volk reagierte mit zahlreichen Aufständen, wie zum Beispiel dem „Posener Aufstand“.

Ein Ende fand das kommunistische Regime nach der Auflösung des Ostblockes – gefolgt von einer willkommenen demokratischen Regierung.
Es folgte der „Dritte Golfkrieg“ und Polen wurde zu einem überaus wichtigen Verbündeten der USA, aus Polen kamen weit mehr als 400 Spezialkräfte, die zur Eroberung der irakischen Stadt Umm Kasr beitrugen.
Aufgrund dessen erhielt Polen später auch – während der Nachkriegszeit – eine eigene Besatzungszone. Seit dem Jahr 2003 führt Polen das Kommando über rund 10.000 Truppenmitglieder (stammend aus der Ukraine, der Mongolei, Bulgarien, etc.).

Auch heute noch nimmt Polen eine nicht zu unterschätzende politische Rolle in Europa und auch weltweit ein. Deutschland und Frankreich kritisiert Polen wegen dessen Haltung während des Irak-Krieges – Seit Mai 2004 ist Polen Mitglied der EU, somit eines der bevölkerungsstärksten Länder der Europäischen Union.